Nitrat im Grundwasser – Deutsche Politiker verweigern uns weiterhin den gesundheitlichen Schutz

Im meinem Blogartikel von Anfang des Jahres über Nitrat im Trinkwasser, habe ich bereits darüber berichtet. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat nun festgestellt, dass die Maßnahmen der Bundesregierung vorsichtig ausgedrückt, bei weitem immer noch nicht ausreichen, um den Vorgaben nahe zu kommen. Dies wurde der Regierung Mitte März schriftlich mitgeteilt.
Daher habe ich mich nun entschlossen, an dieser Stelle mal ein wenig deutlicher zu werden und Ihnen das gesamte Ausmaß sowie die Abfolge der Geschehnisse nahe zu bringen. Halten Sie sich fest!

Der Anfang der Geschichte - weit reicht es zurück

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Den meisten von Ihnen dürfte mittlerweile die Bedeutung von Nitrat in unserem Grundwasser bewusst sein. Die Bundesregierung hat nun das ganze Ausmaß vor dem EuGH zugeben müssen. Aber fange wir vorne an ...

Deutschland ist zusammen mit den anderen Mitgliedsstaaten bereits 1991 (!) die Verpflichtung eingegangen für hinreichend sauberes Grundwasser zu sorgen. Dies bezieht sich insbesondere auf die Stickstoffbelastung durch Nitrat, welches durch übermäßige Düngung verursacht wird. Zu dieser Verpflichtung wurde 2008 eine neuen Fassung herausgebracht.


Zusammenfassung

  • Deutschland gibt Versäumnisse offen zu 
  • Seit 1991 im Verzug mit entsprechenden Maßnahmen

Das politische Spiel - wir sitzen es mal aus

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Die Mühlen mahlen ja bekanntlich manchmal langsam, besonders bei gesetzlichen und politischen Änderungen - aber hier werden sie ganz bewusst teils zum Stillstand gebracht. Der Anfang eines Ping Pong Spiel zwischen der Bundesregierung und dem EuGH.

Es wurde versprochen, dass Dinge in die Wege geleitet sind, aber es müssten halt viele Faktoren berücksichtigt werden. Vielleicht die Interessen der einzelnen Lobbyvertreter? Die Versprechungen beinhalteten die Aussicht, dass 2014 endlich eine entsprechende Änderung der Gesetzestexte hinsichtlich Düngung usw. ausgebracht wird.

2017 wurde dann endlich ein neues Gesetz zur Düngeverordnung erlassen. Dann ist ist alles paletti, oder? Weit gefehlt, denn das Gesetz und die Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen sowie deren Ergebnisse, entsprechen nicht im Ansatz dem was vorgegeben war.

Daher hat der EuGH im Urteil vom 21.06.18 (C-543/16) Klartext gesprochen. In der Anhörung zum Verfahren sind durchaus interessante Punkte aufgekommen, die man sich mal auf der Zunge zergehen lassen muss.
Auch wenn sich dies beim Thema Schadstoffe im Trinkwasser vielleicht makaber anhören mag.

Zusammenfassung

  • Hinhaltetaktik der Bundesregierung
  • Neues Gesetz zur Düngeverordnung unzureichend
  • Deutschland 2018 verklagt

Das Verfahren und was die Regierung zugeben musste

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In dem besagten Urteil werden sehr viele Versäumnisse angesprochen, Dinge, die gar nicht oder nur halbherzig umgesetzt wurden. Aber eben auch Fakten, die von der Bundesregierung im Verfahren nicht dementiert, sondern sogar bestätigt wurden! Natürlich war die öffentliche Darstellung des Ganzen später eine andere. Aber glücklicherweise kann man manche Dinge ja nachlesen.

Interessant für uns sind vor allen zwei Punkte, die seitens der Regierung bestätigt wurden:

1. Die Bundesregierung gibt zu, dass infolge der zu hohen Stickstoffbelastung durch Nitrate, die zu Deutschland gehörenden Nordseegebiete, sich in einem moderaten bis schlechten Zustand befinden.

2. An 40% aller Nitrat Messstellen in Deutschland, hat die Nitratbelastung sogar zugenommen.

Naa, da hat man die Maßnahmen aber erfolgreich umgesetzt. Übrigens ergeben die Messungen des EuGH eine Quote von 50%! Aber wenn interessieren bei uns schon 10%. Es kommt doch nicht so genau darauf an, oder? Das bisschen Gesundheit, von dem wir da reden ...

Zusammenfassung

  • Bundesregierung gibt Versäumnisse zu
  • Nordsee in einem schlimmen ökologischen Zustand
  • Mehr als 40% des Grundwassers zu stark belastet

Die Folgen für uns und unsere Kinder

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Wie geht die Sache nun weiter? Es wird nun häufiger von Strafzahlungen gesprochen. Nach 28 (!) Jahren Verschleppungstaktik! Aber keine Sorge, es sollen nur 860.000€ (in Worten achthundertsechzigtausend Euro) pro Tag (!) von Ihren Steuergeldern dafür gezahlt werden müssen. Machen wir doch gerne, oder?

Es werden neue Anhörungen, neue Beschwichtigungen seitens der Bundesregierung folgen. Diese müssen dann von Gesetz wegen erneut geprüft werden und ... und ... und ...

Wer bezahlt eigentlich in der Zwischenzeit für die gesundheitlichen Folgen?

Zusammenfassung

  • 2016 EU - Klage gegen Duetschland
  • Bundesregierung dementiert
  • Massive Überschreitung der Grenzwerte

Fazit

Fakt ist derzeit nur eines: Die Wasserwerte in Deutschland stimmen offensichtlich nicht. Zumindest nicht in der Art, wie man uns dies glauben machen möchte.
Vermutlich wird sich das Ganze noch einige Jahre weiter hinziehen. Wir sprachen bereits über die Mühlen ... Das ist ja auch ok, wenn da nicht eins wäre ... unsere Gesundheit und die unserer Kinder. Insbesondere für Säuglinge bedeutet Nitrat eine hohe Gefahr.

Und hier hört der Spaß nun tatsächlich auf. Niemand ... aber nun wirklich NIEMAND hat das Recht mit unserer Gesundheit zu spielen! Denn nichts Anderes ist dies scheinbar, ein überaus beschämendes Spiel um Macht und Geld!

Ich wünsche Ihnen alles Gute und ein langes, gesundes Leben!

Alex
"Ihr" Wassercoach

P.S. Mineralwasser in Plastikflaschen, garniert mit dem Weichmacher Bisphenol A und den zusätzlichen Umweltproblemen ist KEINE Lösung! 😉

P.P.S. Wenn Ihnen die gesundheitlichen Folgen nicht ganz klar sind oder sie auch sonst gerne mehr zum Thema Wasser & Gesundheit erfahren möchten, bin ich gerne für Sie da. Schauen Sie sich doch dazu gerne mein Coaching Wasser & Gesundheit an. Ich biete dies auf Spendenbasis an und würde mich sehr freuen, sie dort begrüßen zu dürfen.

P.P.P.S. Zum Schluss noch eine Bitte: Teilen Sie bitte diesen Blogartikel mit allen Menschen, um deren Gesundheit sie besorgt sind. Jeder sollte die Wahrheit erfahren und nicht die medial geschönten Versionen.


admin
 

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