Wasserarten – ein kompakter Überblick

Die Herkunft, Inhalte und Strukturen der einzelnen Wasserarten, können genauso vielfältig wie verwirrend und irreführend sein. Was soll es nun für den Durst sein? Mineralwasser, Leitungswasser oder vielleicht doch die Umkehrosmose?
Behältst du da den Durchblick? Hier gibt es die "Brille" für die klare Sicht. Wenn Du dann noch auf die Wasserqualität acht gibst, kann eigentlich nichts mehr schief gehen. 😉

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Heilwasser - die ultimative Lösung?

Wasserarten Heilwasser

Dem Name nach ist es das beste Wasser für unsere Gesundheit. Es kann nicht dauerhaft als Trinkwasser verwendet werden. Das legt unter anderem die Trinkwaserverordnung fest.
Der Mineralienanteil überschreitet die darin festgeschriebenen Grenzwerte. Für Heilwasser gibt es in Deutschland folgende Vorschriften:

Richtwerte

Konzentration (mg/Liter)

Calcium Ca²

über 250 mg

Magnesium Mg²

über 100 mg

Fluorid F

über 1 mg

Hydrogencarbonat HCO³

über 1300 mg

Sulfat SO4²

über 1.200 mg

Kohlendioxid CO²

über 2.000 m

  • Die Zulassung erfolgt durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte.
  • Die heilende Wirkung muss wissenschaftlich nachgewiesen werden.

Es kommt ausschließlich unterirdisch vor. und hat eine ursprüngliche Reinheit. Wegen der "heilenden" Wirkung gehört Heilwasser zu den ältesten Naturheilmitteln. Besonders relevant scheint dies für die herstellende Industrie zu sein. Sie wirbt gerne mit der heilenden Wirkung. Dafür werden hier Dinge wie Verminderung von Sodbrennen, chronische Müdigkeit hervor gehoben.

Möglicherweise ist dies aber doch eher fragwürdig. Alle hier angeführten Punkte, sind physiologisch bedingt, wenn der Körper über längere Zeit dehydriert. Lies dazu auch in der Kategorie Gesundheit den Blogartikel “ … „.

Es gibt durchaus weitere Ungereimtheiten. Warum kann z.B. Heilwasser und Mineralwasser der Fa. Staatl. Fachinger aus der gleichen Quelle gewonnen werden?

Zusammenfassung

  • Gemäß den Gesetzen ist Heilwasser ist KEIN Trinkwasser
  • Die Werbung und Kosten dafür sind fragwürdig

Mineralwasser - die wohl bekannteste unter den Wasserarten

Wasserarten Mineralwasser

Man unterscheidet hierbei Mineralwasser und natürliches Mineralwasser. Genauso wie beim Heilwasser, handelt es sich bei natürlichem Mineralwasser um unterirdische Vorkommen. Diese zeichnen sich durch ursprüngliche Reinheit und dem natürlichem Mineralgehalt aus. Auf dem Weg ins Reservoir erfolgt die Reinigung und Anreicherung mit Mineralien. Dies geschieht durch den natürlichen Fluss durch Erd- und Gesteinsschichten. Die Abfüllung erfolgt dann am Quellort.

Damit es eine amtliche Anerkennung erhält, muss es gesetzlich der Mineral- und Tafelwasserverordnung entsprechen.
Die gesetzlichen Vorschriften sind strenger als die für Trinkwasser. Vielleicht sollte hier noch bemerkt werden, das dies nur für den Abfüllort gilt. Transportmittel und der Transportweg sind davon ausgenommen. Wegen der bestehenden Gesetze gilt Mineralwasser nicht als Grundnahrungsmittel.
Der Gesetzgeber erlaubt die Zusetzung von Kohlensäure, Schwefel und Eisen.

Zusammenfassung

  • Strengere gesetzliche Vorschriften als beim Trinkwasser
  • Die Vorschriften zählen nicht für die Abfüllung und den Transportweg
  • Die Abfüllung in Plastikflaschen ist sehr bedenklich

Quellwasser

Anders als beim Mineralwasser, handelt es sich beim Quellwasser  um Oberflächenwasser. Die Eigenschaften hinsichtlich ursprünglicher Reinheit sind die gleichen wie bei Heil- und Mineralwasser. Bei dieser Wasserart liegt keine amtliche Anerkennung vor. Die Menge an Mineralien sind immer gleich.
Weil es der gesetzlichen Vorgabe an Quellwasser entsprechen muss, dürfen keine Chemikalien zugesetzt werden.

Leitungswasser

Wasserarten Leitungswasser

Im Sprachgebrauch wird Leitungswasser meist mit Trinkwasser gleichgesetzt. Als häufigste unter den Wasserarten, wird es durch Rohleitungen zu seinem Bestimmungsort transportiert.

Das bei uns bekannte Leitungswasser wird aus Grund- und Oberflächenwasser gewonnen. Während seines Weges zum Wasserwerk  ist es sehr vielen Einflüssen aus Umwelt, Landwirtschaft etc. ausgesetzt. Also ergibt sich daraus die Notwendigkeit einer Aufbereitung in Wasser- und Klärwerken. Hier findet neben dem Durchfluss durch Aktivkohle, eine Behandlung mit Chemikalien statt. Für die Qualität des transportierten Wassers übernimmt das Gesetz nur die Verantwortung bis zum Übergabepunkt an der Endstelle. Dies ist in den meisten Fällen der Hausanschluss an die öffentliche Wasserversorgung.
Es soll möglichst klar, geruchlos und frei von Schadstoffen sein. Das dies äußerst bedenklich ist, zeigen unter anderem die Nitratbelastungen.

Alle Versionen dieser Untergruppen der Wasserarten haben die gleiche Problematik: Sie sind den Umwelteinflüssen ausgesetzt und weisen daher eine entsprechende Menge an Schadstoffen aus. Diese vollständig zu filtern ist technisch durchaus möglich. Die Bundesregierung hält den technischen Aufwands aber für zu teuer.

Zusammenfassung

  • Mischform aus Grund- und Oberflächenwasser
  • Sehr viele Umwelteinflüsse auf die Qualität und Reinheit

Tafelwasser, die etwas andere unter den Wasserarten

Tafelwasser hört sich edel an. Man könnte meinen, das es sich um ein hervorragendes Wasser handelt. In Wirklichkeit handelt es sich hierbei um ein künstlich hergestelltes Getränk. In der Regel ist es eine Mischung aus Leitungswasser, Salz- und Mineralwasser. Bei der Herstellung wird es zuerst demineralisiert und anschließend neu mit Mineralien versehen. Dies dient dazu, dass der Geschmack immer gleichbleiben soll.

Es ist nicht an eine Quelle gebunden. Der Herstell- und Abfüllort spielen ebenfalls keine Rolle. Der Gesetzgeber erlaubt eine Beimengung von Mineralien und Natriumchlorid. Diese Form des Wassers wird häufig als Basis für die Herstellung von koffeinhaltigen Getränken genutzt. Vermutlich ist der Kostenfaktor  hier wichtiger, als irgendwelche Qualitätsanforderungen an die Wasserarten.

Zusammenfassung

  • Künstlich hergestelltes Getränk
  • Basis für koffeinhaltige Getränke
  • Beimengung von Mineralien und Natriumchlorid erlaubt

Destilliertes Wasser

Destilliertes Wasser entsteht durch die Verdampfung und Kondensation von Quell- oder Leitungswasser. Bei diesem Vorgang werden organische Stoffe, Ionen sowie Mikroorganismen entfernt. Eine vollständige „Reinigung“ erfordert mehrere Durchgänge der Destillation.

Ob destilliertes Wasser als Trinkwasser genutzt werden kann ist sehr umstritten. Wasser geht wie die meisten Chenischen Elemente Verbindungen ein. Das ist der Grund für die Behauptung, dass beim Genuß von reinem Wasser,  dem Körper Mineralien entzogen werden. Um dies auszugleichen müsste eine recht hoche Menge an Mineralien zugeführt werden. Die andere Meinung hierzu ist, das die erforderlichen Mengen zur Neutralisation des Wasser sehr gering sind.

Auch hier gilt es doch nur den logischen Verstand einzuschalten. Was benötigt der Körper? Egal ob flüssig oder fest. Es sind es doch Produkte in der Art, wie sie in der Natur in unveränderter Form vorkommen. Wenn man dem folgt, ist es sehr sinnvoll alle Schadstoffe wie Pestizide und Schadstoffe zu entfernen. Anschließend sollte man das Wasser wieder in den natürlichen Zustand versetzen. Das erspart den Verlust der erforderlichen Körperenergie und das Nachdenken über die zusätzlich notwendigen Mineralien.

Zusammenfassung

  • Besteht aus Quell- oder Leitungswasser
  • Vollständige Reinigung nur mit mehreren Durchläufen
  • Verschwendung, da Teilprodukte davon Abfall sind

Wasser aus Umkehrosmose

Letztendlich bleibt noch das System der Umkehrosmose. Es ähnelt dem der Destillation, ist allerdings effektiver. Wie bei der Destillation muss ein Teil des Wassers entsorgt werden. Die Anschaffungskosten sind höher als im Destillationsverfahren. Genauso wie bei der Umkehrosmose werden findet hier keine Remineralisierung statt.
Die Zerstörung der Wasserstruktur ist ein weiterer belastender Punkt. Umkehrosmoseanlagen werden in der Regel hinter dem eingehenden Hauswasseranschluss angebracht. Damit soll das komplette Haus mit „reinem“ Wasser versorgt werden. Um die großen Mengen an Wasser für die Versorgung zu gewährleisten, benötigt man bei dem Verfahren einen sehr hohen Druck. Dabei werden die Wassercluster aufgebrochen und das Wasser verliert dadurch seine natürliche Beschaffenheit.

Zusammenfassung

  • Gleiches Verfahren wie Destillation
  • Effektiver als Destillation

Wasser aus Filtersystemen

Auch wenn dies eigentliche keine Wasserart ist, verdient diese Form der Aufbereitung doch besondere Aufmerksamkeit. Das Prinzip hierbei ist der Nachbau der Natur. Im Idealfall ist es ein mehrstufiges Schwerkraftfiltersystem. Hier läuft das Wasser gemächlich durch verschiedene Schichten. Ähnlich der Gesteinsschichten in der Natur.
Durch diese Nachempfindung der natürlichen Vorgänge, bleiben auch die Wasserstrukturen erhalten.
Wirkliche gute Systeme haben Schadstoff- als auch Kalkfilter vorgeschaltet. Mit handelsüblichen Filtersystemen lassen sich erstaunliche Ergebnisse erzielen. Allerdings sollte man hier sehr genau darauf achten, was man zu kaufen beabsichtigt. Eine gute Beratung durch kompetentes Fachwissen ist hier anzuraten.

Auf diese Form der Filterung gehe ich in einem späteren Blogartikel noch genauer ein.

Zusammenfassung

  • Ein der Natur nachempfundenes Verfahren
  • weitgehend vollständige Entfernung von Schadstoffen
  • Kostengünstigste Möglichkeit zur Wasserversorgung

Fazit

Welche der Wasserarten man nun für sich nutzen sollte, hängt von verschieden Dingen ab. Nicht zuletzt spielt das Vertrauen in Gesetze eine große Rolle. Ob dies gerechtfertig ist, sollte man zumindest überdenken. Zu oft kommen immer wieder neue Fakten an die Öffentlichkeit, welche man eigentlich nicht für möglich gehalten hat.
Gleiche Bedenken an Umwelt und Schadstoffbelastung gibt es bei Mineralwasser in Plastikflaschen. Die aktuell am meisten genutzte Form für Mineralwasserabfüllung.

Nach meiner Meinung ist die effizienteste und gesundheitlich beste "Wasserart" ist das Filterwasser, welches mit einer hochwertigen und doch kostengünstigen Anlage hergestellt werden kann.


Alex Huth
 

Alex informiert mit Leidenschaft umfassend über alle Themen rund um Wasser und Gesundheit. Wenn er mal gerade keinen Blogartikel schreibt, trainiert er seine Achtsamkeit durch QiGong.

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